Das Suchtsystem im Landkreis Lörrach
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Drogenkonzeption für den Landkreis Lörrach
Entstehung
Im Jahr 1997 starben im Landkreis Lörrach 14 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Damit nahm der Landkreis einen unrühmlichen ersten Platz unter den Landkreisen in Baden-Württemberg ein. Fachleute gingen zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass im Landkreis zwischen 1.000 und 1.200 Personen chronisch oder akut von harten Drogen abhängig sind.
Der Landkreis Lörrach beschäftigte sich aufgrund dessen und der Grenzlage zur Schweiz und Frankreich intensiv mit dem Thema Sucht und Drogen. Die Verwaltung hat, unbeeinflusst von der intensiven Diskussion auf Landes- und Bundesebene über die richtigen Wege in der Drogenpolitik im Juli 1999 in enger Zusammenarbeit mit den im Bereich der Drogenhilfe tätigen Verbänden und unter Einbindung der Kriminalpolizei und der Stadt Lörrach eine Konzeption der Drogenhilfe für den Landkreis Lörrach erarbeitet und im Kreistag mit großer Mehrheit beschlossen.
Neben einer Bestandsaufnahme vorhandener Angebote wurden Ziele für die Drogenhilfe im Landkreis festgelegt. Im Anschluss daran wurden jeweils verschiedene Maßnahmen auf ihre Eignung zur Erreichung der gesteckten Ziele untersucht. Zum Schluss wurde ein Maßnahmekatalog erarbeitet, der sich in kurz- und mittelfristige Maßnahmen gliederte. Ziel aller Maßnahmen war es, den Abhängigen ein Leben ohne Drogen zu ermöglichen.