Suchthilfe

Schwerpunktpraxis

Die Substitution von Drogenanhängigen gilt inzwischen - wissenschaftlich gut untersucht - als die Behandlung mit der höchsten Haltekraft. Sie sichert das Überleben und die Gesundheit der Betroffenen. Das was lange vernachlässigt wurde, kann aufgearbeitet und nachgeholt werden. Wenn das Leben wieder eine Balance gefunden hat, kann auch gemeinsam mit der Drogenberatung und dem Arzt planvoll eine Abstinenz angegangen werden. Oft schließt sich eine stationäre oder ambulante Therapie an.

Die Substitution im Landkreis Lörrach kann nur durch entsprechende Fachärzte durchgeführt werden. Diese müssen die Kapazitäten und auch die Ressourcen sowie die räumlichen Voraussetzungen für eine solche Substitution aufbringen. Hinzu kommt, dass auch die Akzeptanz in der Praxis wichtig hierfür ist.

Die Voraussetzungen für die Substitutionsbehandlung durch einen Facharzt regelt die Kassenärztliche Vereinigung.

Für den Landkreis Lörrach kümmert sich ein Netz von Fachärzten (meist Hausärzte) um die Substituenten. Durch den Austausch in einem speziellen Arbeitskreis unter Beteiligung der betroffenen Beratungsstellen konnte diese Substitutionsbehandlung qualitativ aufgewertet werden.

Seit Herbst 2002 beschäftigt sich der Landkreis Lörrach auf Initiative der Kassenärztlichen Vereinigung Südbaden (KV) mit verschiedenen Vertretern in der Suchthilfe zur Fragestellung einer Schwerpunktpraxis in Lörrach. Die Schwerpunktpraxis würde die Aufgabe übernehmen, die tägliche Betreuung von Substituenten - auch an den Wochenenden - sicherzustellen, neue Substituenten einzustellen, Konsiliardienst zu leisten, etc.

Über eine Akutversorgung von alkoholabhängigen Patienten wird ebenfalls nachgedacht.

Sowohl seitens des Kreistages als auch des Gremiums der Stadt wurde eine Anschubfinanzierung bei Einrichtung der Schwerpunktpraxis zugestimmt.

Derzeit liegt es in der Verantwortung der KV, die künftige Arztfrage zu klären, um das Projekt weiter vorantreiben zu können.

 

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